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Was auf die Startseite gehört: Der Aufbau, der Kunden überzeugt

Die Startseite ist die meistbesuchte Seite deiner Webseite – und die, an der am meisten herumdiskutiert wird. Soll das Firmenjubiläum nach oben? Die Bildergalerie? Das Zitat vom Gründer? Die ehrliche Antwort lautet: fast nichts davon. Eine Startseite ist kein Schaufenster für alles, was dein Betrieb kann, sondern ein Weg, den ein fremder Mensch in wenigen Sekunden gehen soll. Wer diesen Weg richtig baut, bekommt Anrufe. Wer ihn falsch baut, bekommt Besucher, die wieder verschwinden. In diesem Artikel bekommst du die Reihenfolge, die funktioniert – von der ersten Zeile bis zum letzten Abschnitt.

Oliver SchönemannOliver SchönemannGründer, Allgäu Marketing
Oliver Schönemann von Allgäu Marketing skizziert den Aufbau einer Startseite

Die Startseite hat genau eine Aufgabe

Sie soll einen fremden Menschen, der nichts über dich weiß, in wenigen Sekunden von „Bin ich hier richtig?“ zu „Denen schreibe ich“ bringen. Alles, was diesem Weg nicht dient, gehört weiter nach unten oder auf eine Unterseite.

Das fällt vielen Unternehmern schwer, weil sie ihren Betrieb von innen kennen. Sie wollen die Geschichte erzählen, die Maschinen zeigen, das Jubiläum erwähnen. Der Besucher aber stellt in diesem Moment nur drei Fragen: Was macht ihr? Kann ich euch trauen? Was soll ich jetzt tun? Eine gute Startseite beantwortet sie in genau dieser Reihenfolge.

Merke

Eine Startseite ist keine Firmenbroschüre, sondern ein Weg. Jeder Abschnitt hat nur eine Aufgabe: den Besucher zum nächsten zu bringen – und am Ende zum Kontakt.

Die Reihenfolge, die funktioniert

  • Ganz oben in einem Satz: was du machst, für wen und in welcher Region. Direkt daneben ein Anruf- oder Anfrage-Button.
  • Ein echtes Bild von dir, deinem Team oder deiner Arbeit – keine Stockfotos mit fremden Menschen im Großraumbüro.
  • Vertrauen sofort danach: Bewertungen, Jahre am Markt, Kundenlogos, Zertifikate. Kurz, in einer Zeile.
  • Deine Leistungen als übersichtliche Blöcke, jede mit einem Klick auf die passende Unterseite.
  • Der Nutzen für den Kunden: Was hat er davon, dich zu beauftragen? Nicht was du kannst, sondern was er bekommt.
  • Beweise: echte Projekte, Vorher-Nachher, konkrete Beispiele aus der Region.
  • Wer dahintersteckt: ein Foto und ein paar ehrliche Sätze über dich und dein Team.
  • Der klare nächste Schritt, groß und unmissverständlich – derselbe wie ganz oben.
  • Die Antworten auf die typischen Fragen, damit niemand deswegen abspringt.

Wie viele Klicks braucht ein Besucher bis zu deiner Telefonnummer?

Nummer nur im Menü unter Kontakt4Klicks
Menü öffnen, Kontakt finden, Seite laden, Nummer suchen – auf dem Handy jedes Mal
Nummer als Button ganz oben1Klick
Sie steht sichtbar oben und ist direkt anwendbar

Die ersten drei Sekunden entscheiden

Der obere Bereich deiner Startseite – das, was ohne Scrollen zu sehen ist – muss allein funktionieren. Ein Satz, der sagt was du machst und für wen. Ein Bild, das dazu passt. Ein Button, der den nächsten Schritt anbietet. Mehr nicht.

„Herzlich willkommen auf unserer Homepage“ sagt nichts. „Zimmerei aus dem Oberallgäu für Dachstuhl, Anbau und Carport“ sagt alles. Der Unterschied kostet dich zehn Minuten Nachdenken und entscheidet darüber, ob der Besucher weiterliest.

Tipp

Zeig deine Startseite jemandem, der deinen Betrieb nicht kennt – fünf Sekunden auf dem Handy, dann wegnehmen. Frag anschließend: Was machen die, für wen, und was soll ich jetzt tun? Wenn die Antwort stockt, liegt es nicht am Betrachter.

Die häufigsten Fehler

  • Ein Begrüßungstext statt einer klaren Aussage – der Klassiker und der teuerste Fehler.
  • Eine Bildergalerie ganz oben, die nichts erklärt und die Ladezeit ruiniert.
  • Zu viele nächste Schritte: Anrufen, Termin buchen, Newsletter, Katalog, Chat. Wer alles anbietet, bekommt nichts.
  • Stockfotos von Menschen, die offensichtlich nicht dein Team sind. Das fällt jedem auf und kostet Vertrauen.
  • Fachbegriffe aus der eigenen Branche, die dein Kunde nie eintippen würde.
  • Die Firmengeschichte im ersten Drittel. Sie interessiert erst, wenn der Besucher dich schon spannend findet.
  • Ein Slider mit fünf wechselnden Aussagen – gelesen wird meistens keine davon.
Achtung

Alles, was in den ersten Sekunden zu sehen ist, wird auf dem Handy geprüft – nicht am großen Bildschirm. Der größte Teil deiner Besucher kommt vom Smartphone. Bau die Startseite deshalb zuerst fürs Handy und erst danach für den Rechner.

Was nach unten gehört – oder gar nicht auf die Startseite

InhaltWohin damit
Klare Aussage und Kontakt-ButtonGanz nach oben, ohne Scrollen sichtbar
Bewertungen und BeweiseDirekt danach, kurz und konkret
LeistungenMitte, als Blöcke mit Link auf eigene Unterseiten
Team und GesichterUntere Hälfte, vor dem Abschluss-Kontakt
Firmengeschichte und JubiläumEigene Unterseite „Über uns“
Detaillierte Technik und ZertifikateEigene Unterseite oder Download
News und AktuellesBlog oder eigene Seite, nicht auf die Startseite
Eine Startseite, die alles zeigen will, zeigt am Ende nichts.

Ein Ziel pro Startseite

Überleg dir vorher, was der eine Schritt ist, den ein Besucher gehen soll. Anrufen? Ein kurzes Formular ausfüllen? Einen Termin buchen? Genau dieser Schritt gehört nach oben, in die Mitte und ans Ende – immer gleich formuliert, immer gleich aussehend.

Alles andere darf existieren, aber leiser. Ein zweiter, kleinerer Weg ist in Ordnung, ein dritter selten. Je mehr Möglichkeiten du anbietest, desto wahrscheinlicher entscheidet sich der Besucher für keine.

Fazit: Weniger drauf, mehr davon

Die besten Startseiten sind nicht die vollsten, sondern die klarsten. Ein Satz, der sitzt. Ein Bild, das echt ist. Ein Beweis, der überzeugt. Ein Weg, der eindeutig ist.

Wenn du unsicher bist, wie deine Startseite auf einen Fremden wirkt: Ruf sie auf dem Handy auf, scroll nicht, und lies nur das, was du siehst. Wenn daraus nicht hervorgeht, was du machst und was der Besucher jetzt tun soll, weißt du, wo du anfangen musst.

Häufige Fragen zum Aufbau der Startseite

Was gehört ganz oben auf die Startseite?

Ein Satz, der sagt was du machst, für wen und in welcher Region – plus ein sichtbarer Kontakt-Button. Dazu ein echtes Bild, das dazu passt. Mehr braucht der obere Bereich nicht.

Wie lang darf eine Startseite sein?

So lang, wie sie braucht, um die drei Fragen zu beantworten: Was macht ihr, kann ich euch trauen, was soll ich tun. In der Praxis sind das meist sechs bis neun Abschnitte. Entscheidend ist die Reihenfolge, nicht die Länge.

Gehört die Firmengeschichte auf die Startseite?

Nur ganz kurz und weit unten. Ausführlich gehört sie auf eine eigene Seite. Sie interessiert erst, wenn der Besucher dich schon in der engeren Auswahl hat – vorher kostet sie nur Platz.

Brauche ich einen Slider mit wechselnden Bildern?

In den meisten Fällen nicht. Slider verzögern den Seitenaufbau, und die zweite bis fünfte Aussage sieht kaum jemand. Eine feste, klare Aussage wirkt fast immer besser.

Wie viele Kontaktmöglichkeiten sollte ich anbieten?

Einen klaren Hauptweg, der überall gleich aussieht – meist der Anruf oder ein kurzes Formular. Ein zweiter, kleinerer Weg ist in Ordnung. Wer fünf Möglichkeiten anbietet, bekommt oft gar keine Anfrage.

Soll ich die Startseite zuerst fürs Handy bauen?

Ja. Der größte Teil der Besucher kommt vom Smartphone. Was dort in den ersten Sekunden nicht funktioniert, funktioniert nirgends – auch wenn es am großen Bildschirm gut aussieht.

Unverbindliche Beratung

Schauen wir uns deine Startseite mit fremden Augen an.

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