Webseite für Hotels und Gastronomie im Allgäu: Das muss sie leisten
Kaum eine Region lebt so vom Gast wie das Allgäu. Und kaum eine Branche hat online so viel zu verlieren wie das Gastgewerbe. Denn der Gast entscheidet längst, bevor er anruft: Er sieht dein Haus zuerst auf einem Portal, googelt dann den Namen – und was er auf deiner eigenen Seite findet, entscheidet, ob er direkt bucht oder zurück zum Portal geht. Der Unterschied zwischen beiden Wegen ist für dich beträchtlich. In diesem Artikel geht es darum, was eine Webseite für Hotel, Pension oder Gasthaus wirklich leisten muss: welche Inhalte der Gast sucht, warum die Speisekarte kein PDF sein darf und wie du aus einem Besucher eine Direktbuchung machst.
Der Gast hat sich entschieden, bevor er bei dir anruft
Die Reise eines Allgäu-Gastes beginnt fast immer gleich: Er sucht nach „Hotel Oberstdorf mit Sauna“ oder „Gasthof Nesselwang Biergarten“, landet auf einem Portal, sieht drei Häuser in der engeren Auswahl – und googelt dann die Namen einzeln. Dieser letzte Schritt ist deine Chance. Denn genau dort schaut er, wie es bei dir wirklich aussieht, ob es sympathisch wirkt und ob er direkt buchen kann.
Findet er eine Seite von 2014, auf der die Zimmerbilder dunkel sind und die Preise von vorletzter Saison stehen, geht er zurück zum Portal. Nicht, weil dein Haus schlechter wäre, sondern weil das Portal ihm gerade mehr Sicherheit gibt. Und diese Sicherheit bezahlst du anschließend mit Provision.
Portale sind gute Schaufenster, aber teure Kassen. Deine Webseite muss nicht den Gast finden – das machen die Portale. Sie muss den Gast, der dich schon gefunden hat, zur Direktbuchung bringen.
Was von einer Buchung über 600 Euro bei dir bleibt
Bei zehn solcher Buchungen im Monat ist der Unterschied schon deutlich spürbar – und er wiederholt sich jeden Monat, Saison für Saison. Es geht nicht darum, aus den Portalen auszusteigen. Es geht darum, dass die Gränze zwischen „Gast kommt über Portal“ und „Gast bucht direkt“ verschiebbar ist – und deine Webseite ist der Hebel dafür.
Was auf eine Webseite für Hotel und Gasthaus gehört
- Echte, helle Bilder von jedem Zimmertyp – nicht nur das schönste. Der Gast will wissen, was er bekommt.
- Eine Buchungsmöglichkeit, die ohne Anruf funktioniert und auf dem Handy genauso gut läuft wie am Rechner.
- Aktuelle Preise und Zeiten – nichts vergrämt schneller als „Stand Winter 2023“.
- Öffnungs- und Ruhetage groß und unmissverständlich. Das ist die meistgesuchte Information überhaupt.
- Die Speisekarte als richtige Webseite, nicht als PDF.
- Ein Grund, warum gerade dein Haus – die Aussicht, die Küche, der Hausberg vor der Tür, die Familie in dritter Generation.
- Anfahrt, Parkplätze und die Frage, ob Hund und Kinderwagen willkommen sind.
Bau eine kleine Seite mit dem Titel „Direkt buchen lohnt sich“ und nenne dort zwei, drei ehrliche Vorteile: spätere Anreise möglich, Wunschzimmer, ein Getränk zur Ankünft, direkter Draht bei Änderungen. Das kostet dich fast nichts und ist für den Gast ein echtes Argument.
Die Speisekarte ist kein PDF
Die Speisekarte ist auf fast jeder Gastro-Seite die meistbesuchte Unterseite. Trotzdem liegt sie meistens als PDF dort. Auf dem Handy heißt das: herunterladen, warten, zoomen, wischen, aufgeben.
Eine Speisekarte als normale Webseite lädt sofort, lässt sich lesen ohne zu zoomen und kann von Google gefunden werden. Wer nach „Kässpätzle Immenstadt“ sucht, hat eine echte Chance, bei dir zu landen – aber nur, wenn das Wort auch als Text auf deiner Seite steht und nicht in einem PDF versteckt ist.
Zwei Dinge kosten im Gastgewerbe besonders viele Buchungen: Öffnungszeiten, die nicht stimmen, und ein Kontaktformular, das niemand liest. Prüfe beides einmal im Monat selbst – und halte die Zeiten auf der Webseite und im Google-Profil immer gleich.
Mobil, schnell und ohne Schnickschnack
| Situation des Gastes | Was deine Seite können muss |
|---|---|
| Sitzt im Auto auf der A7 | In zwei Sekunden laden, Telefonnummer als Klickbutton |
| Sucht abends auf dem Sofa ein Zimmer | Große Bilder, klare Zimmertypen, Buchung ohne Umweg |
| Steht vor der Tür und prüft die Ruhetage | Öffnungszeiten ganz oben, nicht im Menü versteckt |
| Kommt aus dem Ausland | Wichtigste Seiten auf Englisch, verständliche Anfahrt |
| Will wissen, ob der Hund mitdarf | Klare Antwort auf der Seite, nicht erst per Mail |
Das Portal verkauft ein Zimmer. Deine Webseite verkauft dein Haus.
Google-Profil und Bewertungen gehören dazu
Im Gastgewerbe liest der Gast Bewertungen besonders genau – und er liest sie zuerst. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit aktuellen Fotos, richtigen Öffnungszeiten und beantworteten Bewertungen ist deshalb kein Nebenschauplatz, sondern Teil deiner Webseite.
Wichtig ist, dass beides zusammenpasst: derselbe Name, dieselbe Adresse, dieselbe Telefonnummer, dieselben Zeiten. Wenn dein Google-Profil andere Ruhetage nennt als deine Webseite, verlierst du nicht nur Vertrauen, sondern auch Sichtbarkeit.
Fazit: Die eigene Seite ist dein bestes Zimmer
Portale wirst du im Allgäu nicht ersetzen, und das musst du auch nicht. Aber jeder Gast, der über deine eigene Seite bucht, ist mehr wert – finanziell und weil er dir gehört und nicht dem Portal.
Dafür braucht deine Webseite keine Effekte. Sie braucht ehrliche Bilder, aktuelle Informationen, eine Buchung, die auf dem Handy funktioniert, und einen Grund, warum es bei dir schöner ist als nebenan. Wenn du wissen willst, wie deine Seite bei einem Gast ankommt, der dich zum ersten Mal googelt: Genau dafür ist die unverbindliche Beratung da.
Häufige Fragen zur Webseite für Hotels und Gastronomie
Brauche ich eine eigene Webseite, wenn ich auf den Portalen gut läufe?
Ja. Fast jeder Gast googelt den Namen deines Hauses, bevor er bucht – auch wenn er dich über ein Portal gefunden hat. Ohne überzeugende eigene Seite geht er zurück zum Portal, und du zahlst Provision für einen Gast, den du fast schon hattest.
Wie bekomme ich mehr Direktbuchungen?
Mit einer Buchungsmöglichkeit, die auf dem Handy reibungslos funktioniert, aktuellen Preisen, echten Zimmerbildern und ein paar ehrlichen Vorteilen für Direktbucher – etwa Wunschzimmer, flexiblere Anreise oder ein Getränk zur Ankünft.
Warum soll die Speisekarte kein PDF sein?
Ein PDF muss auf dem Handy geladen und gezoomt werden, das brechen viele ab. Außerdem kann Google die Gerichte darin schlechter erfassen. Als normale Webseite lädt die Karte sofort, ist gut lesbar und kann über einzelne Gerichte gefunden werden.
Welche Informationen suchen Gäste am häufigsten?
Öffnungs- und Ruhetage, aktuelle Preise, Zimmerbilder, die Speisekarte, Anfahrt und Parkmöglichkeiten sowie die Frage, ob Hunde und Kinder willkommen sind. Diese Punkte gehören nach oben und nicht ins Untermenü.
Brauche ich meine Seite auf Englisch?
Für die wichtigsten Seiten lohnt es sich fast immer – Zimmer, Preise, Anfahrt und Kontakt. Eine vollständige Übersetzung des ganzen Auftritts ist dagegen selten nötig.
Wie wichtig sind Google-Bewertungen für Gastgeber?
Sehr wichtig, weil Gäste sie vor der Buchung lesen und Google sie für die Sichtbarkeit im Kartenbereich heranzieht. Entscheidend sind Menge, Aktualität und dass du auf Bewertungen antwortest – auch auf kritische.
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