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Webseite8 Min. Lesezeit

Webseite selbst machen oder machen lassen? Der ehrliche Vergleich

Der Baukasten wirbt mit „In 30 Minuten online“. Der Neffe hat schon mal was mit WordPress gemacht. Und irgendwo im Hinterkopf sitzt der Gedanke: So schwer kann das doch nicht sein. Diese Überlegung ist völlig berechtigt – und für manche Betriebe ist der Selbstbau tatsächlich der richtige Weg. Für andere ist es der teuerste Umweg ihrer Firmengeschichte. In diesem Artikel bekommst du keinen Verkaufstext, sondern einen ehrlichen Vergleich: was der Selbstbau wirklich kostet, was dabei fast immer fehlt, wann er sich lohnt – und woran du merkst, dass du besser jemanden machen lässt.

Oliver SchönemannOliver SchönemannGründer, Allgäu Marketing
Webseite selbst erstellen oder erstellen lassen – Webdesign für Allgäuer Unternehmen

Die Frage stellt sich fast jeder Unternehmer einmal

Und das zu Recht. Es gibt heute Werkzeuge, mit denen jeder in einem Nachmittag eine Webseite zusammenklicken kann. Vorlagen, Drag-and-drop, KI-Textvorschläge – technisch ist die Hürde so niedrig wie nie. Die Frage ist nur: Löst das dein Problem?

Denn eine Webseite zu bauen und eine Webseite zu haben, die Kunden bringt, sind zwei verschiedene Dinge. Genauso wie eine Wand hochziehen und ein Haus bauen. Beides geht – aber nur eines hält.

KriteriumSelbst gebautProfessionell gebaut
Kosten am AnfangSehr niedrigVierstellig
Zeitaufwand für dichHoch – oft 40 bis 100 StundenGering – meist 3 bis 5 Termine
DesignVorlage, die viele andere auch nutzenAuf deinen Betrieb zugeschnitten
TexteSelbst geschrieben, meist über die FirmaVerkaufspsychologisch, aus Kundensicht
Google-SichtbarkeitZufallGeplant und technisch umgesetzt
Wenn etwas kaputtgehtDein Problem, abends um 22 UhrAnsprechpartner mit Nummer
Merke

Der Baukasten liefert dir das Werkzeug – nicht das Ergebnis. Was am Ende dabei herauskommt, hängt komplett davon ab, wie viel Zeit, Strategie und Textarbeit du selbst hineinsteckst. Genau dafür zahlst du bei einem Profi.

Was für den Selbstbau spricht – ehrlich

  • Du hast fast keine Anfangskosten und kannst sofort loslegen.
  • Du bist unabhängig und kannst jederzeit etwas ändern, ohne jemanden zu fragen.
  • Für eine reine Platzhalter-Seite – Name, Leistung, Telefonnummer – reicht das völlig aus.
  • Du lernst dabei, wie das Internet für dein Geschäft funktioniert. Dieses Verständnis ist bares Geld wert, auch wenn du später abgibst.
  • Wenn du ein Auge für Gestaltung hast, Zeit mitbringst und wirklich Lust darauf – dann mach es. Ehrlich.

Was der Selbstbau wirklich kostet

Die Rechnung, die dabei fast immer fehlt, ist deine eigene Zeit. Wer eine Webseite ernsthaft selbst baut – Struktur überlegen, Texte schreiben, Bilder aufbereiten, Handy-Ansicht korrigieren, Rechtstexte einbauen – ist realistisch 40 bis 100 Stunden beschäftigt. Beim ersten Mal eher mehr.

Rechne diese Stunden mit deinem eigenen Stundensatz. Bei einem Handwerksbetrieb sind das schnell mehrere tausend Euro – Zeit, die nicht in Aufträge, Kunden oder deine Familie geflossen ist. Und am Ende steht eine Seite, bei der du selbst nicht sicher bist, ob sie gut ist.

Von 100 Besuchern verstehen in unter 10 Sekunden, was der Betrieb anbietet

Selbst gebaute Vorlagen-Seite ohne Konzept31von 100 Besuchern
Startseite voller Willkommenstext, Leistungen versteckt im Menü
Professionell aufgebaute Webseite78von 100 Besuchern
Klare Aussage oben, Leistung sichtbar, ein eindeutiger nächster Schritt
Achtung

Der häufigste Verlauf, den wir sehen: Die selbst gebaute Seite geht online, bringt zwei Jahre lang nichts, wird nie fertig – und irgendwann lässt der Betrieb sie doch professionell machen. Dann hat er beides bezahlt: die eigene Zeit und die neue Seite. Nur eben zwei Jahre später.

Die vier Dinge, die beim Selbstbau fast immer fehlen

  • Strategie: Wer ist der Wunschkunde, was sucht er, in welcher Reihenfolge muss er was lesen? Ohne diese Vorarbeit entsteht eine Seite über dich statt für ihn.
  • Texte, die verkaufen: Der schwierigste Teil ist nicht das Design, sondern die Sprache. „Herzlich willkommen auf unserer Homepage“ hat noch nie einen Auftrag gebracht.
  • Technische Sauberkeit: Ladezeit, Handy-Darstellung, Seitentitel, strukturierte Daten. Unsichtbar für dich – entscheidend für Google.
  • Der Außenblick: Du kennst deinen Betrieb zu gut. Genau deshalb erklärst du auf deiner eigenen Seite Dinge, die selbstverständlich sind, und lässt weg, was den Kunden überzeugen würde.
Tipp

Mach den Test bei jemandem, der deinen Betrieb nicht kennt: Zeig ihm deine Startseite zehn Sekunden lang auf dem Handy. Frag danach: Was machen die, für wen, und was soll ich jetzt tun? Wenn die Antwort stockt, liegt es nicht am Betrachter.

Wann welcher Weg der richtige ist

Deine SituationEmpfehlung
Verein, Nebengewerbe, erste IdeeSelbst bauen – als Platzhalter völlig ausreichend
Du hast Zeit, Freude daran und einen guten Blick fürs DetailSelbst bauen – und dir die Texte extern gegenlesen lassen
Die Webseite soll Kunden oder Bewerber bringenMachen lassen – hier entscheidet Strategie, nicht Software
Dein Terminkalender ist ohnehin vollMachen lassen – deine Stunden sind woanders mehr wert
Du bist seit zwei Jahren bei 70 Prozent fertigMachen lassen – das ist kein Zeitproblem, das ist ein Konzeptproblem
Du kannst dein Dach selbst decken. Die Frage ist nur, ob du oben stehen willst, wenn es das erste Mal richtig regnet.

Der dritte Weg: bauen lassen, selbst pflegen

Die meisten unserer Partnerbetriebe im Allgäu gehen genau diesen Mittelweg. Das Fundament – Strategie, Struktur, Texte, Design, Technik – kommt vom Profi. Danach können sie selbst neue Projekte einpflegen, Mitarbeiterfotos tauschen oder Preise anpassen, ohne jedes Mal jemanden anzurufen.

So bekommst du beides: ein professionelles Fundament, das wirklich Anfragen bringt, und die Unabhängigkeit im Alltag. Wichtig ist nur, dass dein Anbieter das von Anfang an so baut – und dir zeigt, wie es geht. Frag danach, bevor du unterschreibst.

Fazit: Es geht nicht um können, es geht um sollen

Natürlich kannst du deine Webseite selbst bauen. Die Frage ist, ob es die klugste Verwendung deiner Zeit ist – und ob am Ende das herauskommt, was dein Betrieb verdient. Für einen Platzhalter reicht der Baukasten. Für eine Webseite, die dir Kunden und Mitarbeiter bringt, brauchst du Strategie, Texte und Technik – und das ist ein Handwerk wie deines auch.

Wenn du unsicher bist, welcher Weg zu dir passt: Genau dafür ist die unverbindliche Beratung da. Wir sagen dir auch ehrlich, wenn dein Betrieb aktuell gar keine neue Webseite braucht.

Häufige Fragen zum Selbstbau einer Webseite

Kann ich meine Webseite als Laie wirklich selbst bauen?

Technisch ja – moderne Baukastensysteme sind gut bedienbar. Die Schwierigkeit liegt nicht in der Technik, sondern in Struktur, Texten und Google-Optimierung. Genau die Teile entscheiden darüber, ob die Seite Anfragen bringt.

Wie lange brauche ich für eine selbst gebaute Webseite?

Realistisch 40 bis 100 Stunden, wenn du es ordentlich machst: Konzept, Texte, Bilder, Handy-Ansicht, Rechtstexte, Korrekturen. Beim ersten Mal eher mehr. Rechne diese Stunden mit deinem eigenen Stundensatz – dann siehst du den echten Preis.

Sind Baukasten-Webseiten schlecht für Google?

Nicht grundsätzlich. Moderne Systeme können technisch sauber sein. Das Problem ist meist der Inhalt: fehlende Struktur, austauschbare Texte, keine lokale Optimierung. Google bewertet, was auf der Seite steht – nicht, womit sie gebaut wurde.

Was passiert mit meiner Seite, wenn ich später doch wechseln will?

Achte darauf, dass Domain und Inhalte dir gehören. Texte und Bilder lassen sich fast immer mitnehmen, das Design meist nicht. Ein Wechsel ist also machbar – aber du baust die Seite im Grunde neu.

Kann ich eine professionell erstellte Webseite später selbst pflegen?

Ja, und das empfehlen wir sogar. Neue Projekte, Teamänderungen oder Preise solltest du selbst ändern können. Kläre vorher, dass dein Anbieter das so baut und dir eine kurze Einweisung gibt.

Unverbindliche Beratung

Unsicher, welcher Weg zu deinem Betrieb passt?

In 15 Minuten schauen wir uns deine Situation an und sagen dir ehrlich, ob sich eine professionelle Webseite für dich lohnt – oder ob du mit deiner aktuellen Lösung erst einmal gut bedient bist. Kostenfrei, unverbindlich, persönlich von Oliver.